Der Pannen-Stromer - Der Citroen e-C3 in der Fehleranalyse
Die Analyse der Fehlerberichte beim Citroen e-C3 ist ernüchternd. Mindestens sieben voneinander unabhängige Systembereiche waren von den Software-Pannen betroffen. Besonders der Antriebsstrang und das Batteriemanagement fielen negativ auf. Auch die Telematik-Einheit sorgte für regelmäßige Ausfälle. Wer die Daten im Detail betrachtet, stößt auf eine Aneinanderreihung von Software-Mängeln, die von nervigen Bedienungsfehlern bis hin zum Totalausfall reichen.
Hochvoltsystem und Antriebsstrang
Das kritischste Szenario spielt sich im Hochvolt-System und der Antriebsstrang-Steuerung ab. Sobald das Display die Warnung „Fehler Elektroantrieb: Fahrzeug reparieren lassen“ anzeigt, verweigert der Wagen jeglichen Dienst. Hier hilft kein Software-Reset durch den Fahrer; das Fahrzeug wird zum Fall für den Abschleppdienst und den Servicebetrieb. Weniger drastisch, aber im Alltag extrem störend, verhält sich die Head-Unit (zentrale Recheneinheit). Das Infotainment verabschiedet sich des Öfteren in eine spontane Neustart-Schleife mitten unter der Fahrt. Auffällig oft passiert dies, sobald ein Smartphone via Apple CarPlay gekoppelt ist.
Ihr Experte für die E-Mobilität

Rechtsanwalt Pascal Fuest hat das Thema "Auto" seit Beginn des Dieselskandals bis heute mitgeprägt. Er ist führend in der Aufarbeitung der Motorschadenproblematik bei den VW-Bussen T5 und T6. Juristisch fokussiert er sich in diesen Zeiten auf des Thema E.Mobilität und hier insbesondere auf verbraucherrechtliche Aspekte beim Autokauf und bei der Nutzung von e-Fahrzeugen
e-Mobilitätsrecht braucht Juristen, die für das Thema brennen und einen Unterschied machen zwischen Verbrenner und Elektroantrieb.
Batteriemanagement und Lade-ECU
Massive Einschränkungen gibt es auch bei der Kernkompetenz eines Elektroautos: dem Laden. Verantwortlich dafür sind das Batteriemanagementsystem (BMS) und die Lade-ECU. Entweder verweigert die Elektronik den Ladestart komplett oder bricht den Stromfluss mittendrin ab. Als provisorischer Workaround hat sich in der Community etabliert, das Auto wiederholt ab- und aufzuschließen, um die Steuergeräte zur Kommunikation zu zwingen. Unabhängig von Fehlern enttäuscht auch die UI/UX der Fahrzeug-Software an sich, da elementare Basisfunktionen schlicht nicht programmiert wurden. So suchen Fahrer vergeblich nach einer dauerhaften Anzeige des aktuellen Verbrauchs oder der Option, die Ziel-Ladung zum Schutz des Akkus auf 80 % zu begrenzen.
Fahrsicherheit
Darüber hinaus gerät die digitale Fahrsicherheit ins Wanken. Hauptsächlich nach Kaltstarts meldet das Body Control Module (BCM) über den CAN-Bus temporäre Ausfälle. Ein ganzer Schwarm von Warnlampen leuchtet dann auf, während Assistenzsysteme und wichtige Sicherheitsfeatures wie ABS und ESP vorübergehend den Dienst quittieren. Komplettiert wird das Versagen der Sensorik durch das Frontkamera-Modul und dessen fehlerhafte Verkehrszeichenerkennung (ISA). Weil Tempolimits falsch oder gar nicht erfasst wurden, läuft hierzu bereits eine offizielle Rückrufaktion über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Zu guter Letzt ist auch der mobile Komfort via Telematik-Modul lahmgelegt: Wegen permanent abreißender Server-Verbindungen zur MyCitroën App schlagen die Fernabfrage des Ladestatus oder das Aktivieren der Vorklimatisierung meist fehl.